Es ist zur Zeit in aller Munde. Der Tilt-Shift-Effekt. Er lässt normale Fotos aussehen wie eine Miniaturwelt. Richtig bekannt geworden ist das bei den meisten sicher durch die Werbung der Telekom:
Doch wie kommt dieser Look zustande?
Nunja. Es gibt dem Grunde nach 2 Möglichkeiten:
Nunja. Es gibt dem Grunde nach 2 Möglichkeiten:
1. Variante
Es gibt spezielle Objektive, von denen der Name auch stammt. Es sind Festbrennweiten, die zum einen einen Mechanismus zum seitlichen Verschieben des Objektives und zum Abwinkeln des Selbigen haben. Sie sind eigentlich dafür gedacht schwierige Fokussituationen zu meistern oder stürzende Linien bei Architekturaufnahmen oder Ähnlichem zu vermeiden.
Diese Objektive sind jedoch recht teuer und damit für Freizeit-Fotografen nicht wirklich zugänglich. Gut. Man kann noch auf Lensbabies zurückgreifen, die jedoch keine wirkliche Alternative sein sollen.
2. Variante
Die andere Möglichkeit, diesen Effekt herbeizuführen ist die Bildbearbeitung. Denn es kann ja wohl nicht so schwer sein, einen definierten Bereich eines Fotos zu einem bestimmten Anteil in Unschärfe versinken zu lassen. Doch im Internet findet man häufig miese Versuche und sogar noch schlechtere Anleitungen und Web-Applikationen für den Tilt-Shift-Effekt. Darum möchte ich euch ein paar Tipps mit auf den Weg geben.
Was viele bei der Bearbeitung nicht beachten, ist, dass der scharfe Bereich die Form eines Streifens haben sollte. Denn wenn man das TS-Objektiv abknicken würde, wäre nur der schmale Streifen des Bildes scharf, bei dem die Linsen des Objektives noch im passenden Abstand zueinander sind. Hier mal eine Animation dazu. Es ist also aufgrund der physikalischen Gesetze nicht möglich, einen scharfen Bereich in Form eines Kreises oder gar eines Vierecks zu erreichen.
Was viele bei der Bearbeitung nicht beachten, ist, dass der scharfe Bereich die Form eines Streifens haben sollte. Denn wenn man das TS-Objektiv abknicken würde, wäre nur der schmale Streifen des Bildes scharf, bei dem die Linsen des Objektives noch im passenden Abstand zueinander sind. Hier mal eine Animation dazu. Es ist also aufgrund der physikalischen Gesetze nicht möglich, einen scharfen Bereich in Form eines Kreises oder gar eines Vierecks zu erreichen.
Meine Art der Bearbeitung
Wenn ich das Foto in Photoshop geöffnet habe, lege ich eine neue Ebene an. in dieser Ebene zeichne ich dann jeweils einen Verlauf zu Transparent von oben und unten ein. Dabei ist die Farbe egal. Es sieht dann etwa so aus:
Der Bereiches Des Fotos, wo jetzt ein (hier roter) Verlauf darüber liegt, wird später unscharf werden.
Als nächstes klicke ich bei gedrückter cmd-Taste (Strg-Taste bei Windows) auf die Ebenenminiatur der Verlaufsebene. Damit wird der Verlauf ausgewählt. Und jetzt kommt der Witz an dieser Sache. Aufgrund der entstehenden Auswahl, wird der später angewandte Weichzeichner an den Stellen, wo der Verlauf weniger deckt auch weniger angewendet. Aber weiter im Text. Die entstehende Auswahl müsste dann wie folgt aussehen:
Als nächstes klicke ich bei gedrückter cmd-Taste (Strg-Taste bei Windows) auf die Ebenenminiatur der Verlaufsebene. Damit wird der Verlauf ausgewählt. Und jetzt kommt der Witz an dieser Sache. Aufgrund der entstehenden Auswahl, wird der später angewandte Weichzeichner an den Stellen, wo der Verlauf weniger deckt auch weniger angewendet. Aber weiter im Text. Die entstehende Auswahl müsste dann wie folgt aussehen:
Nach dieser Auswahl blende ich die Verlaufsebene aus und wähle die Hintergrundebene. Nun kommt der Weichzeichner ins Spiel. Hier ist zu beachten, dass man den Filter "Tiefenschärfe abmindern" verwenden sollte und nicht den "Gaußschen Weichzeichner". Denn die Ergebnisse sind weitaus realistischer. Den Filter "Tiefenschärfe abmindern" findet ihr unter "Filter" -> "Weichzeichner" -> "Tiefenschärfe abmindern". Dort erwartet euch dann dieses Bild:
Der wichtigste Regler ist der "Radius"-Regler. Denn dieser bestimmt, wie unscharf eure Auswahl wird. In der Vorschau könnt ihr den Effekt schon sehr gut beobachten und es lässt sich auch der Schärfenverlauf erkennen.
Und erst, wenn ihr euch wirklich sicher seit, dass euch das "vorgeschaute" Ergebnis gefällt solltet ihr auf "Ok" klicken. Denn danach seht ihr diese Bild:
Und erst, wenn ihr euch wirklich sicher seit, dass euch das "vorgeschaute" Ergebnis gefällt solltet ihr auf "Ok" klicken. Denn danach seht ihr diese Bild:
Die nun folgende Rechenarbeit dauert recht lange. Ihr könnt also in der Zwischenzeit ruhig nen Kaffee kochen, den Müll runterbringen und den Kaffee trinken. Nein Quatsch es dauert zwar lange aber es ist OK.
Was ihr nicht machen solltet, ist, die Hintergrundebene zu kopieren, die Kopie komplett weichzeichnen und dann mit einer Ebenenmaske den scharfen Bereich freipinseln. Denn dann scheint hinter der unscharfen Ebene die scharfe durch. Doch an dieser Stelle müsste des Foto auch unscharf sein. Nur nicht so stark wie am Rand.
Was ihr nicht machen solltet, ist, die Hintergrundebene zu kopieren, die Kopie komplett weichzeichnen und dann mit einer Ebenenmaske den scharfen Bereich freipinseln. Denn dann scheint hinter der unscharfen Ebene die scharfe durch. Doch an dieser Stelle müsste des Foto auch unscharf sein. Nur nicht so stark wie am Rand.
So… Das war jetzt viel Text und viele Bilder. Ich hoffe ich konnte es euch etwas näher bringen. Wenn ihr Fragen habt, einfach nen Kommentar schreiben!




